Unternehmensnachrichten

Frischer Wind im Landkreis Gotha

Gotha / Herbsleben

Aktuell sind im Landkreis Gotha 65 Windenergieanlagen in Betrieb. Diese erzeugen im Jahr über 220 Millionen kWh Strom und können damit rechnerisch über 60.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen. Die Vorteile für den Landkreis Gotha liegen dabei auf der Hand:

Der Strom wird vor Ort in der Nähe der Verbraucher erzeugt und der Netzausbau deutlich minimiert. Gleichzeitig profitieren die umliegenden Gemeinden durch steigende Gewerbesteuereinnahmen, neue Arbeitsplätze in allen Qualifikationsbereichen und eine erhebliche zusätzliche regionale Wertschöpfung.

Dabei ist die Windenergie, entgegen der häufig geäußerten Vorurteile, kein Kostentreiber der Strompreise. Der Windenergiesektor erhält keinerlei staatliche Subventionen und der im Landkreis Gotha durch Windenergieanlagen erzeugte Strom wird mit netto nur ca. 9 ct / kWh bezahlt. „Damit ist die Windenergie an Land die preiswerteste Art aller regenerativen Energien und verursacht nur Kosten von ca. 0,22 ct / kWh an der EEG-Umlage“, erklärt Andrej Noack, Planungsleiter bei BOREAS. Gleichzeitig sinkt durch die steigende Einspeisung erneuerbarer Energien in das Stromnetz seit Jahren der Strompreis an der Großhandelsbörse, wohingegen die Strompreise für Endverbraucher stetig steigen. „BOREAS will den preissenkenden Effekt erneuerbarer Energiequellen auf Großhandelsebene an die Verbraucher weiterreichen“, erklärt Noack. „Aus diesem Grund bieten wir den Anwohnern um BOREAS-Windprojekte im Landkreis Gotha ab 2014 die Möglichkeit 100% Naturstrom zu preiswerten Konditionen, die ca. 10% unter denen von konventionellen Anbietern liegen sollen, zu beziehen“.

Weiterhin wurde von BOREAS im Sommer die Energiegenossenschaft Thüringen initiiert, die den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit bietet, sich ab einem Genossenschaftsanteil in Höhe von 500 Euro an regionalen Energieprojekten zu beteiligen. Dabei stehen laut Andrej Noack die ersten Projekte, an denen sich die Energiegenossenschaft beteiligt, bereits fest: „Die Genossenschaft übernimmt die im Oktober 2012 in Betrieb gegangene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Kita in Wangenheim. Außerdem wird sie sich an einer der gerade in Bau befindlichen Windenergieanlagen auf Hochheimer Gemarkung beteiligen.“ Mit Hilfe der Genossenschaft können die Bürgerinnen und Bürger somit bereits mit kleinen Summen in regionale, saubere Energieprojekte investieren und von den erzielten Erlösen direkt profitieren.

Um auch in Zukunft den weiteren Ausbau der Windenergie in der Region sicherzustellen und die Umstellung auf eine hundertprozentige Energieversorgung aus regenerativen Energien realisieren zu können, ist die Landesregierung aufgefordert, den Wünschen vieler Kommunen nachzukommen und weitere Windvorrangflächen auszuweisen sowie die Regionalpläne fortzuschreiben. „Es fehlen hier seitens der Landesregierung klare Zeit- und Zielvorgaben. Damit ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien ins Stocken geraten – angesichts des drastisch voranschreitenden Klimawandels ist das völlig inakzeptabel“, so Andrej Noack weiter. Dabei bietet die Energiewende den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, die Energieversorgung immer stärker selbst in die Hand zu nehmen, sich an den erneuerbaren Kraftwerken zu beteiligen und den Energiemarkt zu demokratisieren.

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