Unternehmensnachrichten

Genehmigung für eine neue PV-Anlage am Standort Herbsleben erteilt

Ballhausen

Mit der offiziellen Genehmigung wird der Standort Herbsleben um eine PV-Freiflächen-Anlage mit einer Leistung von ca. 2,1 MWp erweitert. Diese wird ab der zweiten Jahreshälfte 2014 circa 2 Mio. kWh Strom ins regionale Stromnetz einspeisen und kann somit weitere 580 Haushalte mit regenerativer Energie versorgen.

„Mit der erteilten Baugenehmigung wird ein klares politisches Zeichen für eine nachhaltige Energieversorgung gesetzt“, erklärt Dietmar Lafeld, Büroleiter Thüringen. „Schließlich soll Strom zu stabilen Preisen dort erzeugt werden, wo er auch verbraucht wird.“

Bisher ist Thüringen von Stromimporten abhängig und importiert etwa 75% der benötigten Elektroenergie. Nach Berechnungen von BOREAS kann der Thüringer Strombedarf bereits 2035 komplett aus Erneuerbaren Energien kombiniert mit innovativen Energiespeichern gedeckt werden. Der Landkreis Unstrut Hainich kann die 100%- Marke noch vor 2020 schaffen.

Nach der Kernenergie muss Deutschland in den nächsten 20 Jahren auch aus der Braun- und Steinkohle aussteigen und keine neuen Tagebaue erschließen. Die Kohleverstromung verursacht die höchsten Kohlendioxidemissionen und die Umsiedlung tausender Menschen in der Lausitz.
BOREAS will durch den weiteren konsequenten Ausbau von Wind- und Solarstrom die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten schnell verringern und gleichzeitig die Wertschöpfung der Stromerzeugung nach Thüringen holen. Das kann im Freistaat Thüringen eine zusätzliche Wertschöpfung von mehr als 300 Mio. Euro pro Jahr generieren.

Um jedoch die Umstellung auf eine hundertprozentige Energieversorgung aus regenerativen Energien realisieren zu können, ist die Landesregierung aufgefordert, sich für den Erhalt des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) stark zu machen. „Die aktuelle politische Diskussion sollte sich angesichts des drastisch voranschreitenden Klimawandels mehr auf den Ausbau der kostengünstigsten erneuerbaren Energiequelle fokussieren“, so Dietmar Lafeld weiter.

Die neue PV-Anlage in Herbsleben wird Strom für rund 9 cent/ Kilowattstunde produzieren. Geplant ist die Beteiligung der Energiegenossenschaft Herbsleben an der Anlage, so dass die Bürgerinnen und Bürger sich aktiv an der Energiewende beteiligen und davon auch direkt profitieren können.

In diesem Zusammenhang ist die erteilte Genehmigung einmal mehr als wichtiger Schritt des Unstrut-Hainich-Kreises in Richtung einer hundertprozentigen unabhängigen und regenerativen Energieversorgung zu werten.

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