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Nächster Schritt für die Erweiterung des Windfeldes Herbsleben

Herbsleben

Mit der offiziellen Übergabe der Genehmigung kann der Windpark Herbsleben, der aktuell aus 7 Windenergieanlagen besteht, in den nächsten Monaten um 3 neue Windenergieanlagen vom Typ Vestas V112 mit jeweils 3 MW Nennleistung erweitert werden. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens wurde unter anderem auch der Gemeinderat von Herbsleben mit einbezogen, der dem Projekt mit großer Mehrheit zugestimmt hat.

„Mit den 3 neuen Anlagen verdreifacht sich die Leistungsfähigkeit des Windfeldes“, betont Dietmar Lafeld, Büroleiter Thüringen bei BOREAS. Statt bisher ca. 3.600 Haushalte wird das Windfeld Herbsleben dann über 11.000 Haushalte der Region mit sauberem Strom versorgen.

Ein Aspekt ist BOREAS dabei besonders wichtig: „Ab 2014 wird BOREAS exklusiv für die Bürgerinnen und Bürger von Herbsleben die direkte Versorgung mit Strom aus Erneuerbaren Energien anbieten, zu preiswerten Konditionen, die ca. 10% unter denen von konventionellen Anbietern liegen sollen. Damit wollen wir den stetig steigenden Energiepreisen entgegenwirken“, so Dietmar Lafeld

Bisher ist Thüringen von Stromimporten abhängig, dessen Verkauf großen, teilweise internationalen Konzernen Geld in die Kassen spült.

Schließlich soll Strom zu stabilen Preisen dort erzeugt werden, wo er auch verbraucht wird. BOREAS will durch den weiteren konsequenten Ausbau von Wind- und Solarstrom die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten schnell verringern und gleichzeitig die komplette Wertschöpfung der Stromerzeugung nach Thüringen holen. Das kann im Freistaat Thüringen eine zusätzliche Wertschöpfung von mehr als 300 Mio. Euro pro Jahr generieren.

Damit kann die Thüringer Energiewende zum Wirtschaftsmotor Nr. 1 werden, die Finanzkraft der Kommunen erheblich stärken und hunderte neue Arbeitsplätze schaffen.
Nach Berechnungen von BOREAS ist es bis ca. 2030 möglich, den Strombedarf Thüringens zu 100% aus erneuerbaren Energien zu decken.

Dazu ist die Landesregierung aufgefordert, den Wünschen vieler Kommunen nachzukommen und weitere Windvorrangflächen auszuweisen und die Regionalpläne fortzuschreiben. „Es fehlen hier seitens der Landesregierung klare Zeit- und Zielvorgaben und der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ins Stocken geraten. Die letzte Fortschreibung der Regionalpläne hat mehr als 12 Jahre gedauert – angesichts des drastisch voranschreitenden Klimawandels ist das völlig inakzeptabel“, so Lafeld. Er fordert die Landesregierung deshalb auf, bis 2016 die Regionalpläne fortzuschreiben und den Forderungen der Kommunen nach Ausweisung weiterer Flächen nachzukommen.

Dabei werden die Bürgerinnen und Bürger die Energieversorgung selber in die Hand nehmen und sich an den erneuerbaren Kraftwerken beteiligen.

Auch hier sind die Gemeinde Herbsleben und BOREAS Vorreiter und haben eigens dafür die „Energiegenossenschaft Herbsleben“ gegründet. Die Genossenschaft wird sich an den neuen Windmühlen beteiligen und auch in weitere Solaranlagen in Herbsleben investieren.

Damit geht die Region wieder einen wichtigen Schritt in Richtung einer 100%igen unabhängigen und solaren Energieversorgung.

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